Große Sozialistische Revolution von Soleado

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  • Die Große Sozialistische Revolution von Soleado ist eines der Schlüsselereignisse der Geschichte des Landes. Mit ihr wurde die lange kapitalistische und diktatorische Ära beendet und die Junta der Zwölf in einem heldenhaften Kampf der armen Massen beendet. An der Spitze der Revolution standen Hernando Parilla und Fidel Cienfuegos und die Partido Unidad.
    Die große Revolution von 1966.

    Im Rahmen allgemeiner weltweiter Unruhen kam es auch im beschaulichen und entlegen gelegenen Soleado zu Aufständen gegen die damals herrschende Militärdiktatur. Diese Diktatur auch "Junta der Zwölf" genannt wurde nach einem kurzen Intermezzo einer bürgerlich demokratischen Republik der Unabhängigkeit von Meltanien im Jahre 1928 errichtet. Sie wurde im Zuge einer allgemeinen politischen Polarisierung zwischen der politischen "Linken" und der politischen "Rechten" errichtet. Mithilfe von faschistischen Stoßtrupps und Milizen, den sogenannten "Falangisten" setzte man sich militärisch in einem kurzen Bürgerkrieg durch nachdem man einen alten Passus der Verfassung genutzt hatte um das Parlament zu entmachten. Stück für Stück schränkte man die Möglichkeiten und den legalen Rahmen der politischen Linken ein und errichtete eine Ständestaat.

    Die radikaleren Flügel gaben sich jedoch nicht mit einem einfachen Ständestaat unter der Herrschaft der alten Großgrundbesitzer zufrieden. Man wollte die herrschende Oligarchie abschaffen und einen Führerstaat errichten. Dazu ermordete man den Präsidenten. Doch das Militär wollte die Abenteurer der Falange nicht an die Macht lassen und organisierte einen Gegenoffensive, in der führende Mitglieder der Falangisten inhaftiert oder sogar standrechtlich erschossen wurden um ein für alle Mal Schluss mit Revolutionen und Aufständen zu machen. Eine Welle des Terrors überzog das Land.

    Jahre danach wurde indessen auch die Bedingungen für die Gewerkschaften wieder etwas erleichtert, aber trotzdem das Land in einem festen Griff gehalten. Die Lebensbedingungen konnten durch den Aufbau einer reichhaltigen Glücksspiel, Prostitutions und Geldwäsche-Industrie zumindest für Casino und Etablissement Besitzer verbessert werden. Währenddessen litt vor allem die Landbevölkerung unter Misswirtschaft, Korruption und den Exzessen der Großgrundbesitzer. Aber auch in den Städten wurden immer mehr Menschen mit der Situation unzufrieden.

    Die Militärdiktatur sah sich ab den späten 1950er Jahren daher mit immer mehr Widerstand konfrontiert, während ihre eigene Basis erodierte. Aufgrund des erhöhten Bedarf an kompetenten Soldaten und einem breiteren Unteroffizierskorps wurden immer mehr Teile der Bevölkerung in den Militärdienst einbezogen. Nicht nur mehr die Söhne der Großgrundbesitzer, Kleinunternehmer und des Militärs selbst wurden miteinbezogen, sondern auch die Bauernschaft und Teile der Arbeiter. Das führte dazu, dass es in der Armee eine Schicht gab, die selbst unzufrieden mit dem Regime waren.

    Bereits 1962 zog eine Streikwelle durch das Land, die nur mit Müh und Not unter Kontrolle gebracht werden konnte. 1964 gab es eine Revolte der Bauern, die zu Lynchmorden an Großgrundbesitzern führte und zu einer gewaltsamen Landverteilung. Dies führte dazu, dass Teile des unzugänglichen Landesinneren fast völlig aus der Kontrolle der Regierung gelangten und in die Hände der Aufständischen gerieten. Nur mit Hilfe ausländischer Intervention und einem massiven Militärangebot konnte man diesen Zustand beenden. Gänzlich die Kontrolle über die Landbevölkerung nicht mehr erlangen, die zu großen Teilen einen Guerilla-Krieg gegen die Regierung führte. Die Stunde des Regimes schlug zwei Jahre später als im April 1966 Studentenproteste in den Städten losbrachen. Deren gewaltsame Niederschlagung führte zu einem Generalstreik und einer Massenerhebung der Landbevölkerung. Große Teile der Bevölkerung gingen mit der Forderung nach Land, Brot und Freiheit auf die Straßen. Die der Bevölkerung zugeneigte Unteroffiziersschicht nutze die Chance um sich an die Spitze der Proteste zu stellen. Es kam zu Meutereien von Teilen der Armee, die mit Hilfe von Milizen die Regierung aus dem Amt und ins Exil jagte. An der Spitze der Revolution standen Hernando Barilla und Comandante Fidel Cienfuegos. Die politische Macht waren also Teile des Militärs, das sich selbst mit den Gewerkschaften in der Partido Unidad organisierte und Schritt für Schritt das heutige politische System etablierte. Eine große Stütze waren ebenso die Bauern, die mit ihrem Guerilla-Krieg die Revolution schon lange vorher unterstützten.

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